Budapest – Die Königin der Donau

Im Juni 2012 starteten wir unsere zweite gemeinsame Städtereise. Ziel war die ungarische Hauptstadt Budapest an der Donau.

Budapest ist in zwei Stadtteile aufgeteilt. Auf der einen Seite befindet sich Buda, der hügelige Teil mit dem Burgberg, dem Königspalast und der Fischer-bastei, auf der anderen Seite der Donau befindet sich Pest, mit seiner wunderschönen Altstadt. Insgesamt acht Straßen-Brücken und drei Eisenbahn-Brücken verbinden die beiden Stadtteile miteinander.

Budapest 07 Unser allererstes Ausflugsziel war die Große Markthalle. Die 150 m lange Stahl-, Glas- und Eisenkonstruktion bietet in ihrem Inneren Platz für ein vielfältiges Angebot an Lebensmittel-ständen. Hier findet man alles was das Herz begehrt: Riesen-Salami, frisches Obst, leckeres Gemüse, Weine und viele andere kulinarische und ungarische Spezialitäten. Auch die typisch ungarischen getrockneten und frischen Paprikas findet man an jedem Stand. Auf den Galerien des Gebäudes befinden sich die Verkaufsstände für ungarische Andenken, Tischdecken und sonstige Staubfänger.

Natürlich hatten wir uns auch fest vorgenommen die kulinarischen Angebote der ungarischen Hauptstadt zu entdecken. Das Kaffeehaus Gerbeaud zählt zu den TOP-TIPPs unseres Reiseführers und ist eines der traditionsreichsten Kaffeehäuser in Budapest. Grund genug die Konditorei zu besuchen, um selbst einen Blick auf die leckeren Kuchen und Torten zu werfen und um natürlich auch eine Kleinigkeit zu probieren. Die Auswahl in der Kuchenvitrine ist beein-druckend, die Preise auch. Das Innere des Kaffeehauses ist noch weitgehend original erhalten und bietet viel Stuck, Marmortische und edle Holzverkleidungen.

Da wir leider während der ersten Tage kein gutes Wetter in Budapest hatten, haben wir uns entschlossen das Sightseeing nach Innen zu verlegen und uns zuerst einige kulturelle Einrichtungen anzuschauen.

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Die Ungarische Staatsoper ist von Innen ein Traum in Licht und Gold. Es handelt sich hierbei um einen Prachtbau entstanden zwischen Renaissance und Romantik. Eine Führung lohnt sich, denn es gibt in jeder Ecke viele Details zu entdecken. Auch die Kunst- und Archivsammlung befindet sich in der Ungarischen Staatsoper. Die vielen beeindruckenden Deckengemälde wurden von den bekanntesten und bedeutendsten ungarischen Malern der Zeit angefertigt.

Die Große Synagoge war unsere zweite Anlaufstelle um dem nass-kaltem Wetter aus dem Weg zu gehen. Sie ist die zweitgrößte Synagoge der Welt und stark vom christlichen Denken geprägt. Anders als in klassischen Synagogen befindet sich der Thoraschrein nicht in der Mitte des Raumes, sondern da, wo sich in Kirchen der Altar befindet. Im Hinterhof der Synagoge wurde ein Mahnmal errichtet um an die Opfer des Holocausts zu erinnern. Das Mahnmal aus Beton und Metall gleicht einem Baum und ist bespickt mit vielen metallischen Blättern auf denen die Namen der Opfer eingraviert sind.

Der Burghügel zu Buda erhebt sich 50 – 60 m hoch über der Donau und ist von überall zu sehen. Zum Burgpalast gehören viele öffentliche Gebäude, wie zum Beispiel die Ungarische Nationalgalerie und das Historische Museum. Der beliebteste Weg hoch hinauf zum Burgberg ist definitiv die Fahrt mit der urigen Sikló-Seilbahn. Oben angekommen wird man mit einem traumhaften Ausblick auf das Parlament und auf die Kettenbrücke belohnt. Die Gebäude auf dem Burgberg sind wirklich beeindruckend und bieten die perfekte Umgebung für die Ungarische Nationalgalerie und die Nationalbibliothek.

Budapest 44 Die Fischerbastei ist die beliebteste Aussichtsterrasse in Budapest. Mit ihren 6 runden, weißen Türmen erinnert das Bauwerk ein kleinwenig an ein Prinzessinnenschloss. Die weißen Türme sind mit Ihrem Bau im Jahre 1899 zu einem Wahrzeichen Budapests geworden. Im Mittelalter stand hier nur die Stadtmauer, die von der Zunft der Fischer verteidigt wurde. Die restaurierte Krönungskirche, die Matthiaskirche, befindet sich direkt neben der Fischerbastei.

Wie wir ja bereits im Kaffeehaus Gerbeaud festgestellt haben, ist Budapest berühmt für seine süßen Köstlichkeiten. Die Konditorei Ruszwurm auf dem Burgberg lädt ebenfalls zum Schlemmen und Genießen ein. Die winzige kleine Konditorei besteht bereits seit 1827 und bietet herrliche Cremeschnitten und Obsttorten, sowie Geschenkdosen und Tortenschachteln aus alten Zeiten.

Etwas außerhalb der Stadt, Richtung Stadt-wäldchen, steht das Heldendenkmal. Der riesige schwarz-weiß gepflasterte Platz wurde 1896 zur Feier des 1.000-jährigen Bestehens Ungarns erbaut.

Zu sehen sind hier einige Statuen der ungarischen Könige und ungarische Freiheitskämpfer. In der Mitte befinden sich zwei pferdegezogene Streitwägen. Diese symbolisieren den Krieg und den Frieden. Überragt wird das Denkmal von einer 36 m hohen Säule mit einer Erzengel Statue.

Im Stadtwäldchen befindet sich auch der Zoo von Budapest. Er beherbergt ca. 2.000 Tiere und ist der älteste zoologische Garten Ungarns.

Insgesamt lässt sich sagen, dass uns unsere Städtetour durch Budapest sehr gut gefallen hat. Im Gegensatz zu Prag hat man hier aber eindeutig gemerkt, dass wir noch ein ganzes Stück weiter im Osten gelandet sind. Vor allem die Metro-Wagons aus russischen Kriegszeiten werden uns in Erinnerung bleiben.

Bilder der Städtetour findet Ihr in unserer Galerie.

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